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Stiftung für Nutztiere
Hauptseestrasse 115
6315 Morgarten / ZG
IBAN CH34 0839 0035 6594 1010 9
Prolog
Die Lebensgeschichte von Taro und Reto
berührt zutiefst. Im selben Stall im
Kanton Aargau erblickten die beiden
Stierkälber im Abstand von nur zwei
Monaten das Licht der Welt. Von Geburt
an teilten sie ein gemeinsames,
vorgegebenes Schicksal: Als Mastkälber
aufgezogen, war ihr Lebensweg eigentlich
schon festgeschrieben, bis eine
herzensgute Familie auf die beiden
aufmerksam wurde.
Aus tiefem Mitgefühl entstand der
Wunsch, beiden Tieren eine geschützte
Zukunft zu schenken. Doch die
finanziellen Mittel reichten zunächst nur
für Taro. Reto musste zurückbleiben – in
ungewisser Erwartung dessen, was
kommen würde.
Dies ist die Geschichte von Taro und Reto
– und von zwei Menschen, die Empathie
und Mitgefühl nicht nur im Herzen
tragen, sondern mit Mut, Ausdauer und
Beharrlichkeit danach handeln.
Das Engagement der Stiftung
Als Stiftung begleiten und unterstützen
wir Elvira und Heinz seit ihrer ersten
Kontaktaufnahme im Mai 2026 auf
beratender und organisatorischer Ebene.
Hier auf unserer Webseite geben wir der
Familie eine Plattform, um ihre
Geschichte zu teilen und Menschen zu
finden, die Taro und Reto durch
Patenschaften oder Spenden auf ihrem
weiteren Lebensweg begleiten möchten.
Wir sind dankbar und überglücklich, dass
der unermüdliche Einsatz von Elvira und
Heinz von Erfolg gekrönt war: Sie haben
hingeschaut, gehandelt und beiden Tieren
den Weg in ein würdevolles und
geschütztes Leben geebnet.
Vita – Taro
Taro erblickte im April 2025 das Licht der
Welt. Nach der unmittelbaren Trennung
von seiner Mutter kam er nur kurze Zeit
später zur Aufzucht auf einen
Mastbetrieb. Im November 2025 sahen
wir ihn beim Vorbeifahren am Hof zum
allerersten Mal – ein reiner Zufall, der
unser Leben verändern sollte. Sein
ruhiges, sanftes Wesen und sein
unschuldiger Blick berührten uns im
selben Augenblick.
Wir
besuchten
ihn fortan immer
wieder.
Bei jedem
Treffen spürten wir
intensiver, was
für eine
fein-
fühlige
Persönlichkeit in ihm steckt: ein
eigenständiges Lebewesen mit einem
unglaublich liebevollen Charakter.
Taro genoss jede Zuwendung, forderte
seine Streicheleinheiten ein und blickte
uns voller Wehmut hinterher, wenn wir
uns wieder verabschieden mussten.
Für uns stand fest: Wir wollten ihm eine
Zukunft schenken und ihn aus der Mast
freikaufen.
Es brauchte mehrere Monate voller Mühe,
Geduld und vieler Gespräche, bis der
Freikauf schliesslich gelang. Nach einigen
vergeblichen Versuchen, einen geeigneten
Lebensplatz für ihn zu finden, wandten
wir uns an die Stiftung für Nutztiere. Über
sie fanden wir zum Glück einen freien
Platz auf einem Biohof in Rheineck, der
erst kürzlich im Rahmen eines
Stiftungsprojekts zu einer Kuh- &
Ochsenpension umgestaltet wurde.
Nach einem gründlichen Check-up und
der Kastration im Tierspital Zürich durfte
Taro am 16. Juni 2026 in der Kuh- und
Ochsenpension einziehen. Hier fühlt er
sich wohl und geniesst sein neues Leben.
Bei jedem unserer Besuche sehen wir, wie
glücklich und zufrieden er ist. Es ist ein
wunderschönes Gefühl, ihn zusammen
mit seiner Herde auf der Weide zu erleben
– Taro hat sich wunderbar in die Herde
integriert. Er verträgt sich prächtig mit
den anderen Tieren und mit seiner
sanften Art hat er auch die Herzen von
uns Menschen erobert.
Vita – Reto
Reto wurde im Juni 2025 geboren. Auch er
wurde nach der Geburt von seiner Mutter
getrennt und anschliessend an denselben
Mastbetrieb verkauft, auf dem wir auch
Taro trafen.
Wir
lernten ihn
im März 2026
kennen, als wir Taro
besuchten.
Reto sah Taro
verblüffend ähnlich, hatte aber einen
ganz anderen Charakter: Er war mutig,
unheimlich neugierig und wollte immer
der Erste sein, der seine
Streicheleinheiten bekam. Mit seiner
freundlichen und anhänglichen Art
wartete er oft schon am Stallgitter auf
uns. Wir spürten deutlich seine Vorfreude
auf unsere Besuche.
Da wir damals nur Taro freikaufen
konnten, blieb die schmerzhafte
Ungewissheit, wie lange Reto noch auf
dem Hof bleiben würde. Als wir Mitte Juli
2026 den Hof noch einmal aufsuchten,
um schweren Herzens mit den gemachten
Erlebnissen abzuschliessen, geschah das
Unerwartete: Reto war noch da. Er stand
inmitten einer neuen Gruppe junger
Kälber, hinkte jedoch deutlich und wirkte
erschöpft.
Vor Ort erfuhren wir, dass sich Reto beim
Verladen in den Schlachthof sehr gewehrt
und sich an den Hinterläufen verletzt
hatte. Wegen seiner Transportunfähigkeit
und der verabreichten Schmerzmittel galt
nach dem Absetzen der Medikamente eine
gesetzliche Wartezeit von drei Wochen,
bis er erneut transportiert werden durfte
– eine Fügung, die ihm unwissentlich Zeit
schenkte und letztlich das Leben rettete.
Für uns gab es kein Zögern mehr: Wir
konnten und wollten Reto kein zweites
Mal zurücklassen. Trotz des finanziellen
Risikos eventueller zusätzlicher
Behandlungen seiner Verletzungen
kauften wir ihn frei und brachten ihn
direkt ins Tierspital Zürich. Dort folgte die
grosse Erleichterung: keine Brüche, keine
Nerven- oder Sehnenschäden – aber
schmerzhafte Prellungen und
Überdehnungen. Unter liebevoller
medizinischer Pflege, inklusive
Kastration und Klauenpflege, erholte sich
Reto rasch. Sein Gang wurde wieder stabil,
seine Augen klar.
Nach zwei Wochen im Tierspital durften
wir Reto am 7. August 2026 ebenfalls nach
Rheineck bringen, wo Taro bereits auf ihn
wartete.
Das Wiedersehen am Burgstock
Nach zwei Monaten der Trennung trafen
die beiden Halbbrüder in Rheineck wieder
aufeinander.
Es stellte sich heraus, dass die beiden
verwandt sind – sie teilen sich zwar nicht
dieselbe Mutter, sind aber genetisch über
denselben Original-Braunviehstier
miteinander verbunden.
Sein Name: ausgerechnet Idefix.
Behutsam und zunächst durch ein
Sicherheitspanel getrennt,
beschnupperten und beleckten sich die
beiden vorsichtig, bevor es einige Tage
später gemeinsam auf die Weide ging.
Reto durfte nach den aufwühlenden
Wochen endlich zur Ruhe kommen. In der
friedlichen Atmosphäre am Burgstock
geniesst er nun zusammen mit Taro und
der neuen Herdengemeinschaft ein
sicheres und entspanntes Leben.
Warum wir Ihre Unterstützung brauchen
Die Rettung, die Transporte und die
medizinischen Behandlungen im Tierspital
belaufen sich auf insgesamt
CHF 11'000.–. Diese Einmalkosten sowie die
laufenden Ausgaben tragen Elvira und Heinz
derzeit aus eigener Kraft:
•
Monatliche Pensionskosten (für beide
Tiere): CHF 440.–
•
Monatliche Rückstellung (Tierarzt &
Klauenpflege): CHF 80.–
Die laufenden Kosten sind zwar mittelfristig
gesichert, stellen jedoch eine grosse finanzielle
Belastung dar und binden Mittel, die die Familie
gerne für weitere Tierschutzprojekte einsetzen
möchte.
Wie Sie helfen können
Eine Patenschaft oder Spende entlastet Elvira
und Heinz direkt und sichert die langfristige
finanzierung und Versorgung der beiden
Halbbrüder Taro und Reto.
•
Teilpatenschaft: ab CHF 20.– pro Monat
•
Vollpatenschaft: CHF 220.– pro Monat für
Taro oder Reto
Die Patenschaften unterliegen den regulären
Bestimmungen der Stiftung, beschrieben unter
Patenschaftsmodelle.
Zuwendungen können mit dem Vermerk
«Patenschaft Taro», «Patenschaft Reto» oder
«Spende Taro & Reto» direkt auf das Konto der
Stiftung für Nutztiere via BankApp, via
Einzahlungsschein mit QR-Code oder via PayPal
überwiesen werden.
Bankverbindung / Konto:
Alternative Bank Schweiz AG
CH-4601 Olten
IBAN CH34 0839 0035 6594 1010 9
Jeder Betrag ist herzlich willkommen und
wird zu 100% für die Pensionskosten und
der tierärztlichen Versorgung der beiden
aufgewendet.
Als gemeinnützige Stiftung sind wir in
der Schweiz steuerbefreit. Jeweils bis
Februar des Folgejahres stellen wir Ihnen
eine Steuerbescheinigung über die
geleisteten Unterstützungsbeiträge aus,
die Sie im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen von den Steuern absetzen
können.
Vom Mastbetrieb auf den Lebenshof:
Die Geschichte von Taro & Reto